Gruppenreise Tibet Trekking

Heiliger Berg und blauer See

Spannende Rundreise durch Tibet abseits der bekannten Pfade

Gruppen Trekking Nepal - Panoramatour durch Nepal

9. - 30. Juli 2017               
22 Tage    
8. - 29. Oktober 2017              
22 Tage    
       
6 - 10 Personen CHF 6850    
Die Reise wird bereits ab 2 Personen durchgeführt      

Kaum eine andere Reise in Zentraltibet bietet eine so grosse Vielfalt. Wir verbringen zu Beginn der Reise einige Tage in Samye, wo das älteste buddhistische Kloster von Tibet steht. Eine schöne Wanderung bringt uns zu einsamen Meditationshöhlen. In Lhasa besuchen wir neben den Highlights wie Potala, Jokhang, Sera und Drepung auch wenig besuchte und untouristische Orte. Gut akklimatisiert machen wir uns dann auf zu unserem Trekking. Von Tsurphu her wandern wir vom «Tal des blauen Mohns» über einen mehr als 5000 Meter hohen Pass ins «Tal der Blauschafe», dies bei hoffentlich blauem Himmel.
Auf einer sehr einsamen Route überqueren wir den Gebirgszug des Nyenchen Tanglha. Der höchste Gipfel gibt dem Gebirgszug seinen Namen und ist 7162 Meter hoch und gleichzeitig einer der heiligsten Berge in Zentraltibet. Wir müssen nicht ganz so hoch aufsteigen, sondern «nur» auf 5330 Meter. Unser Ziel ist der überirdisch schöne See Nam Tso, welcher der grösste Salzsee Tibets ist. Während einigen Tagen umrunden wir diesen einmalig schönen See, bevor wir auf einer selten befahrenen Route nach Lhasa zurückkehren.

Höhepunkte

Einsames Trekking über hohe Pässe
Heiliger Berg Nyenchen Tanglha (7162 Meter)
Umrundung des überirdisch schönen Sees Nam Tso
Besuch von unbekannten Höhlenklöstern
Sehr abwechslungsreiche Rundreise

Unser Kommentar zur Reise

Sehr abwechslungsreiche Rundreise, schönes Trekking über hohe Pässe und durch einsame Täler, heiliger Berg Nyenchen Tanglha, auf unbekannter Route um den überirdisch schönen Salzsee Nam Tso. Für uns ist dies eine der spannendsten Routen in Zentraltibet.

Anforderungen

• Mittelschweres Trekking,  gute Kondition, 3 Tagesetappen von 2 – 5 Stunden, 2 Tagesetappen

  von 5 – 6 Stunden, 1 Tagesetappe von 7 – 8 Stunden.

• Vor und nach dem Trekking Rundreise mit Tageswanderungen von 1 – 5 Stunden. Diese

  Wanderungen sind fakultativ und können auch ausgelassen werden.
• Das Hauptgepäck wird während des Trekkings transportiert, den Tagesrucksack tragen wir selbst.
• Überlandfahrten von 1 – 4 Stunden.

Warum mit uns

Einige Gedanken zur Sicherheit, unseren lokalen Mitarbeitern und dem Fair Reisen.

Zu den Gedanken

Unser Plus in Tibet

Wir bieten unseren Reiseteilnehmern aber auch unserer lokalen Crew vor Ort Leistungen, welche weit über dem üblichen Standard in Tibet sind.

Zu unserem Plus in Tibet

Ehrliche Worte zur Reisesituation in Tibet

Wir informieren ehrlich und aus erster Hand zur Reisesituation in Tibet.

Infos zur Reisesituation in Tibet

Sicherheitsausrüstung

Für unsere Sicherheit haben wir folgendes mit dabei:

• Umfangreiche Notfall-Apotheke

• Pulsoxymeter zur Sauerstoffmessung im Blut

• Sauerstoff-Flasche

• Mobile Höhendruckkammer

• Wasserfilter von Katadyn

• Extra-Reitpferd oder Yak für Notfälle

 

Hinweis: Satellitentelefone sind in China nicht erlaubt, deshalb haben wir auf dieser Reise keins dabei. Unsere Reiseleitung besitzt aber eine einheimische SIM-Karte für das Handy . Die Schweizer SIM funktionieren in den meisten Regionen und je nach Region besteht eine Netzabdeckung (generell nicht auf Trekkings).
Himalaya Tours hat ein eigenes 24h-SOS-Telefon. Abnehmen tut nicht «irgendein» Callcenter, sondern ein Experte von unserem Büro. So erhalten Sie im Notfall keine belanglose Auskunft, sondern rasche Hilfe.

Durchführung der Reise mit weniger als 6 Personen
Sollte die erforderliche Minimumteilnehmerzahl von 6 Personen nicht zustande kommen, kann in gegenseitiger Absprache die Reise auch mit weniger Teilnehmern (Minimum 2 Personen) durchgeführt werden. In diesem Fall wird die Reise mit lokaler englischsprechender Reiseleitung anstelle einer Schweizer Reiseleitung durchgeführt.  
Der Reisepreis bleibt sich gleich, wir verrechnen keinen Kleingruppenzuschlag.

Reiseprogramm

(Enthaltene Mahlzeiten F=Frühstück, M=Mittagessen, A=Abendessen)

 

Dies Reisen vom 9.7.-30.7.2017 und 8.10.-29.10.2017 sind vom Programm her identisch.

 

9.7. Flug nach Chengdu

Heute starten wir unsere Reise und fliegen ab nach Chengdu. Es gibt zur Zeit keine Direktflüge ab Zürich, aber gute Flugverbindungen mit diversen Airlines mit einmal Umsteigen. Die gesamte Flugzeit beträgt im Bereich von 11 – 13 Stunden.

Hinweis zur Flugverbindung: Es ist möglich, dass wir eine andere Flugverbindung als die oben angegebene wählen, allenfalls über Peking oder eine andere Destination. Dies kann sein wegen geänderten Flugplänen, neuen Flugmöglichkeiten, besserer Verfügbarkeit oder aus anderen Gründen.

Flugzeit 11 – 13 Std., aufgeteilt in zwei Teilflüge.

 

10.7. Weiterflug nach Tibet

Heute Ankunft in Chengdu. Wir erledigen die Zollformalitäten und begeben uns zum Weiterflug nach Lhasa, wo wir von unserem lokalen Partner empfangen werden. Bei klarem Wetter ist der Flug von Chengdu nach Tibet ein ausserordentlich schöner Flug über die wenig bekannte Bergwelt von Osttibet. Am Gongkar-Flughafen empfängt uns unser lokaler Führer. Zusammen fahren wir ins nicht allzu weit entfernte Samye. Diese historisch wichtige Ortschaft liegt auf der anderen Seite des mächtigen Flusses Yarlung Tsangpo, welcher vom Kailash her quer durch Tibet fliesst.

Übernachtung im Hotel in Samye (3620 Meter). Flugzeit 2 ½ Std. Fahrzeit ½ Std. (F,M,A)

 

11.7. Mandala-Kloster Samye

Das Kloster Samye wurde um 770 vom Tantriker Padmasambhava gegründet. Die als Mandala angelegte Anlage ist von grosser Originalität und entspricht den buddhistischen Vorstellungen vom Universum. Die besten Handwerker aus Nepal, Indien, Tibet und China erbauten das Kloster nach einem geometrischen Plan. Der Haupttempel im Zentrum steht für den mythischen Berg Meru. In Samye treffen wir heute noch auf die tantrisch-buddhistische Lehre des grossen Padmasambhava. Vielleicht haben wir Glück und können an einer Gebetszeremonie im Kloster teilnehmen.

Am Nachmittag machen wir einen Ausflug zum Yumbulhakhang. Diese Tempelburg der ehemaligen Yarlung-Könige gilt als ältestes Bauwerk in ganz Tibet und die ersten Bauten hier sollen bereits im 3. Jahrhundert vor Christus erstellt worden sein. Wir haben auch die Gelegenheit, den alten Trandruk-Tempel zu besichtigen. Dies soll einer der ältesten Tempel in Tibet sein. Wengchen, die Frau des legendären Königs Songtsen Gampo, hat den Bau dieses und elf weiterer Tempel in Auftrag gegeben. Nach der Legende soll die Dämonin Srinmo sich auf dem Rücken liegend über ganz Tibet erstrecken. Mit dem Bau dieser zwölf Tempel im 7. Jahrhundert hat man diese Dämonin gebannt und quasi auf dem Boden «festgenagelt». Der Trandruk-Tempel steht z.B. auf der linken Schulter dieser Dämonin, der Jokhang in Lhasa auf dem Herz und der Tempel von Samye auf der Brust. Heute erleben wir einen sehr spannenden Tag und erfahren einiges über Tibet, seine Geschichte und Kultur.

Übernachtung im Gasthaus in Samye (3630 Meter). Fahrzeit 2 Std. (F,M,A)

 

12.7. In die Höhe

Heute sehen wir, wie gut wir uns bereits an die Höhenlage hier akklimatisiert haben. Es geht nun zum ersten Mal «richtig in die Höhe». Wir besuchen oberhalb von Samye die 108 (die heilige tibetische Zahl) Meditationshöhlen von Chimpu. Diese waren für viele Jahrhunderte wichtige Meditationsorte für die grossen Tantriker und berühmten Heiligen von Tibet. Wer sich bereits gut akklimatisiert hat, kann von hier weg eine 3 bis 4-stündige Wanderung auf einen 4300 Meter hochgelegenen Aussichtspunkt machen.

Am Nachmittag fahren wir dann auf einer wenig befahrenen Strasse auf der Nordseite des Yarlung Tsangpo vorbei an grossen Sanddünen Richtung Lhasa. Unterwegs stoppen wir beim kleinen Kloster Dorje Drak. Nach einer 1 ½-stündigen Fahrt erreichen wir Lhasa. Heute ist Lhasa eine Stadt der Kontraste, wo die Moderne auf das alte Tibet trifft. Breite Strassen, elektrische Beleuchtung und westlich ausgestattete Supermärkte erwarten uns. Doch in der Altstadt findet man noch das «alte Tibet».

Übernachtung im Hotel in Lhasa (3680 Meter). Fahrzeit 2 ½ Std. Wanderung 3 – 4 Std. (F,M,A)

 

13.7. Heiliger Jokhang und mächtiger Potala-Palast

Für eine gute Akklimatisation gehen wir den Tag geruhsam an. Nach einem gemütlichen Frühstück besuchen wir den Barkhor, die Altstadt von Lhasa. Hier steht der Jokhang-Tempel. Jeder gläubige Tibeter möchte mindestens einmal in seinem Leben eine Pilgerfahrt zum Jokhang in Lhasa machen. Dies ist der wichtigste buddhistische Tempel in Tibet und soll im 7. Jahrhundert erbaut worden sein. Das Ziel der Pilger ist die Statue des Jowo Shakyamuni, welche die chinesische Prinzessin Wengcheng als Hochzeitsgeschenk für ihre Heirat mit dem tibetischen König Songtsen Gampo aus dem fernen China mitgebracht haben soll. Wir reihen uns in den Strom der lokalen Pilger ein, welche aus ganz Tibet hierhin gereist sind, um diese Statue zu sehen, berühren zu können und hier Opfergaben abzulegen.

Am Nachmittag besuchen wir den Potala-Palast. Wer zum ersten Mal den Potala erblickt, ist überwältigt von der Mächtigkeit der Anlage mit den vielen grossen und kleinen Gebäuden. Über 1000 Zimmer, 10000 Kapellen, ineinander verschachtelte Hallen, Wohnräume und 20000 Statuen soll der Gebäude-Komplex enthalten. Der Potala gilt als architektonische Meisterleistung. Das verwendete Holz wurde aus dem fernen Osttibet her transportiert und ohne einen einzigen Nagel verarbeitet. Hier lebten 250 Mönche, die für die Rituale verantwortlich waren. Im Ostteil waren die Schulen und Regierungsämter untergebracht.

Der Potala ist heute eine der touristischen Hauptattraktionen und gehört zu jedem Lhasa-Besuch dazu. Um dieses wichtige Gebäude zu schützen, sind nur bestimmte Teile des Palastes zu einer festgelegten Besichtigungsdauer für Besucher zugänglich. Unser Zeitfenster wird uns vor Ort mitgeteilt.

Übernachtung im Hotel in Lhasa (3680 Meter). Fahrzeit 1 Std. Wanderung 1 Std. (F,M,A)

 

14.7. Wandern und Debattieren

Nach den Tagen der Akklimatisation machen wir heute unsere erste längere Wanderung. Am Morgen fahren wir nach Pabonka. Dieser kaum bekannte Ort beherbergt einige der ältesten Bauwerke in der Umgebung von Lhasa. Von hier weg führt uns eine schöne Wanderung auf einem Panoramaweg dem Berghang entlang. Am Nachmittag erreichen wir Sera. Dies war früher eine der drei grossen Klosteruniversitäten in Tibet. Über 6000 Mönche lebten hier zur Blütezeit. Auch heute noch ist dies ein wichtiger Ausbildungsplatz. Spannend ist das «Debattieren» der Mönche am Nachmittag im Debattierhof. Ein stehender Mönch stellt Fragen und ein sitzender Mönch liefert die Antworten dazu. Damit wird geprüft, ob der Mönch die auswendig gelernten Texte auch wirklich verstanden hat. Aufgabe von beiden Mönchen ist es, die andere Seite in Widersprüche zu verwickeln und so die Debatte zu «gewinnen». Dies wird unterstützt mit lautem Klatschen der Hände und Stampfen der Füsse.

Übernachtung im Hotel in Lhasa (3680 Meter). Fahrzeit 1 Std. Wanderung 3 – 4 Std. (F,M,A)

 

15.7. Ehemals grösstes Kloster von Tibet

In früherer Zeit gab es in Tibet drei wichtige Klosteruniversitäten, welche in der Blütezeit eigene kleine «Klosterstädte» waren. Dies sind Drepung, Sera und Ganden. Das Kloster Drepung war einst das grösste monastische Zentrum der tibetischen Welt mit über 8000 Mönchen. Nach dem Besuch dieses Klosters wandern wir ins unterhalb gelegene Nechung-Kloster. Hier war früher das Staatsorakel zuhause, welches bei allen wichtigen Entscheidungen um Rat gefragt wurde.

Am Nachmittag fahren wir ein einsam gelegenes Seitental nach Tsurphu. Für eine gute Akklimatisation werden wir hier zweimal übernachten. Dies bereits in unserem eigenen Zeltlager.

Übernachtung im Zelt in Tsurphu (4380 Meter). Fahrzeit 2 Std. Wanderung 1 Std. (F,M,A)

 

16.7. Akklimatisationstag in Tsurphu

Wir bleiben einen ganzen Tag an diesem schönen Platz. Hier steht das Hauptkloster des Karmapa, Oberhaupt der buddhistischen Richtung der Karma-Kargyüpa. Bekannt wurde das Kloster durch den Film «Living Buddha», in dem ein Ausschnitt aus dem Alltag des jungen Karmapa gezeigt wird. Von der Bevölkerung wird der Karmapa als lebender Buddha verehrt. Seit 1999 lebt dieser in Indien.

Wir haben heute auch die Gelegenheit, die rund 4 Kilometer lange Kora zu laufen. Auf diesem eher anstrengenden Pilgerweg können wir unsere Kondition testen. Die Runde dauert etwa 2 Stunden, führt durch das einsame Tal und vorbei an einem Platz für «Himmelsbestattungen». Früher wie heute wird die Luftbestattung in Tibet praktiziert. Man wirft die klein geschnittenen Überreste der Verstorbenen den Geiern zum Frass vor.

Übernachtung im Zelt in Tsurphu (4380 Meter). Wanderung 2 – 3 Std. (F,M,A)

 

17.7. Durchs Tal des blauen Mohn

Heute starten wir unser Trekking. Das gesamte Gepäck wird auf die Yaks (eventuell auch Pferde) aufgeladen und mit gemächlichem Schritt wandern wir das Tal aufwärts. In dieser Region gibt es den berühmten «Blauen Mohn». Diese Blume wächst nur im Himalaya und ist auch dort sehr selten. In diesem Tal findet man diese Blume aber in grösserer Zahl. Die Hauptblütezeit ist in den Sommermonaten. Unterwegs treffen wir auf Hirten mit ihren Herden, welche diese Gegend beweiden. Vielleicht haben wir ja Glück und werden zu einer Tasse Buttertee eingeladen.

Übernachtung im Zelt in Leten (4500 Meter). Trekking 4 Std. (F,M,A)

 

18.7. Über einen hohen Pass ins Tal der Blauschafe

Heute überqueren wir unseren ersten hohen Pass. Dies ist der 5300 Meter hohe Lamar La. Wir wandern auf gemächlich ansteigenden Wegen durch weite Hochtäler. Dies ist eine sehr einsame Gegend, welche nur ab und zu von Hirten mit ihren Herden auf der Suche nach Gras durchstreift wird. Wir haben aber eine gute Chance, wilde Blauschafe zu sehen. Diese leben an den einsamen Berghängen und mit ein bisschen Glück sieht man vielleicht sogar eine grössere Herde mit vielen dutzend Tieren.

Übernachtung im Zelt in Bartso (4900 Meter). Trekking 5 – 6 Std. (F,M,A)

 

19.7. Heisse Quellen

Unsere heutige Etappe bringt uns talabwärts nach Gyekar, von wo weg die Strecke zum Ausgangspunkt unseres zweiten Trekkings im Fahrzeug zurücklegen. Die originale Trekkingroute nach Yangpachen, wie sie in den meisten Reiseführern beschrieben wird, lohnt sich nicht mehr. Diese Gegend wird von der chinesischen Armee zu Übungszwecken gebraucht.

Mit dem Fahrzeug fahren wir nach Yangpachen. Dieser Ort ist bekannt für seine heissen Quellen. Hier wurde vor einigen Jahren eine «moderne» Badeanlage gebaut, welche leider nicht allzu viel Charme hat. Aber vielleicht haben wir ja trotzdem Lust auf ein entspannendes Bad im heissen Wasser. Anschliessend fahren wir zum Ausgangspunkt unseres zweiten Trekkings, wo uns unsere lokale Mannschaft bereits erwartet. Auf dem Weg haben wir einen schönen Ausblick auf den über 7000 Meter hohen Gipfel des Nyenchen Tanglha. Dieser Berg gilt als einer der heiligsten Berge in Zentraltibet. Bei unserem weiteren Trekking werden die Nyenchen Tanglha-Kette zu Fuss überqueren und diesen phantastischen Gipfel auch noch von Norden her bewundern können.

Übernachtung im Zelt in Kyangra (4400 Meter). Trekking 2 – 3 Std. Fahrzeit 2 Std. (F,M,A)

 

20.7. Auf einsamen Wegen

War schon unser erstes Trekking eher einsam, so gilt dies noch viel mehr für die nächsten Etappen. Noch nicht viele Westler sind über diesen einsamen Pass zum Nam Tso gewandert und auch noch nicht viele Tibeter, ausgenommen die Nomaden und Hirten der Umgebung. Unsere Route führt uns hoch durch Täler und Schluchten und immer wieder gilt es Bäche zu durchqueren. Weiter oben öffnet sich das Tal und wir schlagen unser Lager auf einer Höhe von ungefähr 4800 Meter auf.

Übernachtung im Zelt in Kyang Chu (4800 Meter). Trekking 5 – 6 Std. (F,M,A)

 

21.7. Über den 5330 Meter hohen Kyang La

Gut akklimatisiert nehmen wir heute unseren höchsten Pass in Angriff. Der Kyang La ist mit einer Höhe von 5330 Metern sogar noch einen «Ticken» höher als der Lamar La. Auf einem teils schlecht sichtbaren Weg steigen wir immer höher. Oben angekommen geniessen wir eine wohlverdiente Pause. Nach einem anstrengenden, aber sehr spannenden Tag erreichen wir unser heutiges Etappenziel in Kyang Do.

Übernachtung im Zelt in Kyang Do (4900 Meter). Trekking 7 – 8 Std. (F,M,A)

 

22.7. Letzter Trekkingtag

Immer abwärts wandern wir heute bis in die Region des stahlblauen Sees Nam Tso. Dies ist der grösste Salzsee in Zentraltibet mit einer Fläche von über 1900 km2. Für die Tibeter ist dies einer der heiligsten Seen in Tibet. Dies sehen wir an den vielen Klöstern, Meditationshöhlen und heiligen Orten auf der Halbinsel von Tashi Do. Wir besuchen diese (heute leider sehr touristische) Halbinsel und wandern auf der rituellen Kora um diese Halbinsel herum. Am Schluss besteigen wir den Hügel und geniessen von oben eine unvergleichliche Aussicht über diesen paradiesisch schönen See.

Übernachtung im Zelt in der Region des Nam Tso (4700 Meter). Trekking 4 – 5 Std. Fahrzeit 1 Std. (F,M,A)

 

23.7. Rund um den blauen See Nam Tso

Heute starten wir unsere Umrundung des blauen Sees Nam Tso. So populär Tashi Do ist (speziell bei tibetischen und chinesischen Touristen) so einsam und wenig besuchte sind die anderen Orte am Nam Tso. Auch für die tibetischen Guides sind dies noch «weisse Flecken» auf der Landkarte und so haben wir im Herbst 2016 eine Delegation unserer lokalen Mannschaft gesandt, welche während vielen Tagen in dieser Region unterwegs war auf der Suche nach spannenden Orten...und alle sind begeistert zurückgekommen.

Mit dem Auto fahren wir auf der Südseite des Sees nach Gorchung. Hier steht ein Kloster und nicht weit davon ist ein beliebter Lagerplatz tibetischer Nomaden. Ein Besuch bei diesen ursprünglich lebenden Nomaden ist spannend und gibt uns einen tiefen Einblick in das oftmals harte Leben. Das klassische Nomadentum ist vom Aussterben bedroht, die rasante Entwicklung und auch politische Bestrebungen führen dazu, dass immer mehr Nomaden ihr Leben aufgeben und irgendwo sesshaft werden.

Wer Lust hat, kann heute eine Wanderung machen ins Basislager des über 6000 Meter hohen Schneegipfel des Gurchen. In einer grossen Runde laufen wir während dieser Wanderung um den schönen Berg Amitsegu, überqueren dabei einen kleinen Pass und haben phantastische Ausblicke auf den See Nam Tso und auf die Bergkette des Nyenchen Tanglha.

Übernachtung im Zelt in Gorchung am Nam Tso (4700 Meter). Fahrzeit 2 ½ Std.

Optionale Wanderung 4 – 5 Std. (F,M,A)

 

24.7. Über weite Hochebenen

Unser Weiterweg führt uns über weite Hochebenen zum kleinen Dokya-Kloster. Von diesem kleinen Kloster am Seeufer des Nam Tso haben wir einen einmalig schönen Blick über den See und die verschneiten Berge des Nyenchen Tanglha. Vorbei an Nomadenlagern fahren wir durch eine wunderschöne Landschaft und erreichen am Nachmittag unseren Lagerplatz am See. Hier bietet sich eine 1 bis 2-stündige Wanderung dem See entlang an, wo wir das Bergpanorama auf der gegenüberliegenden Seeseite immer vor Augen haben.

Übernachtung im Zelt in am Nam Tso (4700 Meter). Fahrzeit 5 – 6 Std. Optionale Wanderung 4 – 5 Std. (F,M,A)

 

25.7. Über den Kong La (5240 Meter) nach Reting

Wir schliessen unsere Umrundung des einmalig schönen See Nam Tso ab. Diese Tage und den Anblick des Sees werden wir wohl nie mehr vergessen. Unsere Weiterfahrt bringt uns über den 5240 Meter hohen Strassenpass nach Damshung. Auf einer wenig befahrenen Strasse fahren wir ins entlegene Kloster Reting. Nach den Tagen auf dem kargen Hochplateau geniessen wir das Grün der Wälder. In Reting steht einer der grössten verbliebenen Wacholderbaumwälder Tibets. Je nach dem übernachten wir hier in einem einfachen Gasthaus (ist gerade im Bau) oder sonst im eigenen Zeltcamp.

Übernachtung im Gasthaus in Reting (4200 Meter). Fahrzeit 5 – 6 Std. (F,M,A)

 

26.7. Gemütlicher Tag in Reting

Wir bleiben einen weiteren Tag in diesem schönen Tal und verbringen hier einen gemütlichen Tag. Es bietet sich eine Wanderung durch die schönen Wälder bis zum Nonnenkloster Samtenling an. 150 Nonnen sollen hier wohnen. In einem Stein hat es neben einem menschlichen Fussabdruck auch noch einen Fussabdruck eines Pferdes. Dieses soll gemäss Legende dem Reitpferd der mächtigen Schutzgöttin Palden Lhamo gehören. Wir verbringen einen schönen Tag in diesem entlegenen Tal.

Übernachtung im Gasthaus in Reting (4200 Meter). Wanderung 2 – 3 Std. (F,M,A)

 

27.7. Phantastisches Ganden

Wir verlassen das schöne Reting und fahren dem Tal des Kyichu entlang. Unser Ziel ist Ganden, welches auf einer Höhe von 4300 Metern liegt. Dieses wichtige Kloster passt sich wie ein Amphitheater in die gebirgige Umgebung und bietet einen phantastischen Blick über das Tal. Das Kloster wurde von Tsongkhapa, dem Gründer des Gelbmützen-Ordens (Gelugpa) im Jahr 1409 gegründet. Wir umrunden das Kloster auf der traditionellen Kora und haben Zeit für eine ausführliche Besichtigung dieser grossen Klosteranlage mit den heute über 50 Gebäuden. Die teils noch sichtbaren Ruinen lassen die einstige Grösse erahnen, als hier über 200 Gebäude standen und mehr als 3000 Mönche lebten. Am Nachmittag fahren wir zurück nach Lhasa, wo sich unser Kreis schliesst.

Übernachtung im Hotel in Lhasa (3680 Meter). Fahrzeit 4 Std. Wanderung 1 Std. (F,M,A)

 

28.7. Altes Handwerk in Lhasa

Nach den vielen Eindrücken und Erlebnissen der letzten Wochen machen wir heute einen gemütlichen Vormittag in Lhasa. Dieser ist zur freien Verfügung.

Wer Lust hat, kommt am Nachmittag mit auf einen spannenden Bummel durch die Altstadt von Lhasa. Dabei entdecken wir nicht nur unbekannte Ecken, sondern besuchen auch Handwerksstätten, wo alte traditionelle Handwerke gelehrt und ausgeübt werden. Anschliessend haben wir Zeit, um selbst durch die kleinen Gassen zu flanieren und in den unzähligen Geschäften zu stöbern.

Übernachtung im Hotel in Lhasa (3680 Meter). Wanderung 1 – 2 Std. (F,M,A)

 

29.7. Letzter Tag in Tibet und Flug nach Chengdu

Je nach Abflugzeit haben wir den heutigen Morgen noch zur freien Verfügung in Lhasa. Anschliessend fahren wir zum Gongkar-Flughafen und fliegen nach Chengdu. In Chengdu wechseln wir das Flugzeug und checken ein für den Rückflug nach Zürich.

Flugzeit 2½ Std. Fahrzeit 1 Std. (F,M,A)

 

30.7. Zurück in die Schweiz

Mit vielen Eindrücken und Erlebnissen im Gepäck fliegen wir zurück in die Schweiz.

Gesamte Flugzeit Chengdu-Zürich 11 bis 13 Stunden. Dies sind zwei Teilflüge mit einmal Umsteigen.

 

 

Die angegebenen Zeiten sind als Richtwerte zu verstehen. Je nach Strassen-, Weg- und Wetterverhältnissen, Kondition der Teilnehmer oder aus anderen Gründen können diese von den Angaben abweichen.
Programmänderungen (wegen Strassen-, Weg- und Wetterverhältnissen, Flugverzögerungen, Anordnungen der Behörden, Wasserstand oder -vorkommen auf der Trekkingroute etc.) bleiben ausdrücklich vorbehalten!

Leistungen inbegriffen

• Flüge Zürich-Chengdu-Lhasa retour in Economy-Klasse

• Flughafentaxen und Treibstoffzuschlag

• Alle Überlandfahrten und Transfers
• 7 Übernachtungen im Hotel/Gasthaus im Doppelzimmer
• 12 Übernachtungen im Doppelzelt
• Vollpension während der ganzen Reise
• Mineralwasser, Tee, Kaffee während dem Essen (andere Getränke nicht inbegriffen)
• Eintrittsgebühren für Besichtigungen laut Programm
• Spezialbewilligungen und Permits
• Komfortable Schlafzelte, Ess-, Koch- und WC-Zelt, Klapptische und -stühle, Kochutensilien und Geschirr
• Schweizer Reiseleitung und englischsprechender Führer plus Begleitmannschaft während des Trekkings

 

Sicherheitsausrüstung inbegriffen

• Umfangreiche Notfallapotheke
• Pulsoxymeter zur Sauerstoffmessung im Blut
• Sauerstoff-Flasche
• Mobile Höhendruckkammer
• Wasserfilter von Katadyn
• Extra-Reitpferd oder Yak für Notfälle

 

Zusätzliche Leistungen inbegriffen

• Robuste Himalaya Tours-Trekkingtasche (im Wert von CHF 179)
• Visum für China (CHF 70, Stand August 2016) plus Einholung
• Kostenloser Passfoto-Service (falls ein Vorbereitungstreffen stattfindet und Sie teilnehmen)
• Vorbereitungstreffen
• Landkarte von Tibet

 

Nicht inbegriffen

• Trinkgelder (CHF 100 – 150)

Reise vom 9. - 30.7.2017

Schweizer Reiseleitung

Reiseleitung Doreen Kindermann

Diese Reise wird von Michel Meier geleitet. Unzählige Reisen haben ihn während den vergangenen Jahren in viele Regionen des Himalayas geführt. Dabei hat er viele Gruppen auf Trekkingtouren wie auch auf anspruchsvollen Expeditionen geleitet. Wir werden seine riesige Erfahrung und seine Kompetenz sehr schätzen.

 

Reise vom 8. - 29.10.2017

Schweizer Reiseleitung

Wird noch bekannt gegeben.

Reiseroute

Gruppen Reise Trekking Nepal - Panoramatour durch Nepal
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Hier finden Sie weitere Infos zur Reise

Detailprogramm als Download
2017 Heiliger Berg und blauer See v 9.7.
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Detailprogramm als Download
2017 Heiliger Berg und blauer See v 8.10
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