Infos zu Nepal

Diese Reisehinweise

Diese Hinweise sind als Minireiseführer zu verstehen und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Wir haben aber einige Punkte angesprochen, welche für Nepalreisende spannend sein könnten oder welche gut zu wissen sind.

 

Allgemeine Infos zu Nepal

Fläche: 147’181 km2

Einwohner: knapp 29 Millionen

BIP pro Kopf: 730 US$

Rangierung im UN Human Development Index: 144 (von Total 188 Ländern)

Währung: Nepalesische Rupie (NPR)

Sprache: Nepali (Amtssprache) und über 100 weitere Sprachen und Dialekte

Analphabeten: 43 %

 

Religion

Die Religion ist allgegenwärtig in Nepal. Über 80 % der Bevölkerung sind Hinduisten, gefolgt von gut

10 % Buddhisten, 4 % Muslimen sowie anderen Religionen und kleineren, animistischen Glaubenszugehörigkeiten.

 

Kulturschock Nepal

Nepal ist ein Land voller Gegensätze und Extreme. Kulturell, geografisch und sozial. Reichtum und Armut existieren auf kleinstem Raum nebeneinander. Strassenkinder, Prostitution und Menschen mit Alkoholproblemen sind Alltag in Nepal. Vor allem auf dem Land leben viele Menschen unter ärmlichen Verhältnissen und ein Job als Träger für westliche Gruppen ist für viele die einzige Alternative für eine bezahlte Arbeit.

Das Leben wird auch heute noch oft von alten Bräuchen oder Sitten bestimmt. Für viele ist Nepal eine Traumdestination und sie kehren immer wieder zurück, bei anderen Reisenden kann Nepal aber auch einen Kulturschock auslösen. Bereiten Sie sich dementsprechend vor. Reisen nach Nepal sind vor allem auch eine Herausforderung an sich selber. Seien Sie offen und begegnen Sie der fremden Kultur ohne Vorurteile und Erwartungen.

 

Hierarchien

Im vorwiegend vom Hinduismus geprägten Nepal spielen diese eine wichtige Rolle. Die verschiedenen Kasten prägen, genau wie in Indien, das Leben der Menschen. Priestern, alten Personen oder «officials» gegenüber ist Respekt angebracht. Wenn Menschen gleichen Ranges unter sich sind, geht es hingegen sehr locker zu und her.

 

Als Gast in Nepal

Wir zeigen unseren Respekt vor den Sitten, Gebräuchen und Wertvorstellungen der Bewohner von Nepal, indem wir uns «richtig» benehmen und anziehen. In der Öffentlichkeit sollten keine Zärtlichkeiten ausgetauscht werden. Bei religiösen Stätten und und im Umgang mit religiösen Gegenständen gilt es, Respekt zu wahren.

Die Bewohner des Himalayas sind äusserst höflich und es ist einfach, mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Es gilt als beschämend, die Kontrolle zu verlieren, wütend zu werden oder andere starke Emotionen zu zeigen. Respekt erfährt, wer höflich ist. Deshalb wird es auch selten zu kontroversen Gesprächen kommen. Es ist unangenehm für die Bewohner des Himalayas, «nein» sagen zu müssen.

Ein kleiner Sprachführer kann uns Türen öffnen! Auch wenige Brocken der Landessprache werden von den Einheimischen sehr geschätzt. Fotos aus der Schweiz oder der eigenen Familie überwinden schnell die Sprachbarriere. Die Nepali sind sehr offen und gastfreundlich. Vielleicht haben wir Glück und werden in eine Familie eingeladen, hier kann ein kleines Gastgeschenk wie Schweizer Schokolade, ein Sackmesser, Postkarten aus der Schweiz oder ähnliches viel Freude bereiten.

Die Bewohner des Himalayas sind sehr tolerant. Wer also einmal ins Fettnäpfchen tritt, muss nicht befürchten, gleich den Göttern geopfert zu werden.

 

Einladungen

Es ist üblich und höflich, das Angebot für Getränke, Essen und Nachschöpfen mindestens einmal zu verneinen. Nach dem ersten formellen Ablehnen darf das Angebot angenommen werden. Umgekehrt ist es wichtig, zu insistieren, wenn man etwas anbietet und das Gegenüber erst einmal ablehnt. In der Regel wird Buttertee mehrmals nachgeschenkt. Wer wirklich satt ist, deckt die Tasse oder den Teller mit der Hand ab, wenn erneut nachgeschöpft wird.

Bei privaten Einladungen ist es üblich, ein Gespräch vor dem Essen zu führen. Die Mahlzeit wird oftmals schweigend eingenommen. Es ist üblich, dass in Nepal die Gastgeber nicht zusammen mit den Gästen essen. Eine Einladung ist eher ein «Bewirten» als eine gemütliches Zusammensitzen und zusammen essen.

 

Mimik und Gestik

Es gilt als sehr unhöflich, mit nur einem Finger auf jemanden zu zeigen. Dies wird hier als Drohgeste interpretiert. Besser ist es, mit der Handfläche nach oben auf eine Person oder auf religiöse Objekte zu zeigen. Gegenstände sollten mit der rechten Hand gegeben und entgegengenommen werden, die linke gilt als unrein.

Der Kopf gilt als heiliger Körperteil, die Füsse hingegen als sehr unrein. Daher berührt man eine andere Person nicht am Kopf und es schickt sich nicht, mit den Füssen auf eine Person oder einen heiligen Gegenstand zu zeigen.

Es ist nicht üblich, die Hände zu schütteln, bürgert sich aber in den grösseren Orten langsam ein. Wenn möglich, dem Gegenüber überlassen, wie gross Abstand und Nähe sind. Speziell als Frau ist es geschickt, etwas zurückhaltend zu sein.

       

Hinduistische Tempel und buddhistische Klöster

Als Besucher sind wir grundsätzlich in Tempelanlagen und Klöstern willkommen. Beim Betreten der Räume Schuhe ausziehen, in hinduistischen Tempeln auch die Socken sowie allfällige Kopfbedeckungen. Unbedingt Hosen oder Röcke tragen, welche die Knie bedecken und T-Shirts, Hemden oder Blusen, welche die Schultern bedecken. Wenn kein Eintritt verlangt wird, dann ist eine kleine finanzielle Spende angebracht.

Das Fotografieren in den Räumen der Tempel und Klöster ist teilweise erlaubt und teilweise nicht, vielfach aber nur ohne Blitz. In einigen Räumen ist das Betreten oder das Fotografieren verboten. Den aktuellen Stand immer mit dem lokalen Reiseleiter abklären. Bitte respektieren Sie ein Nein.

Buddhistische Bauwerke wie Klöster, Chörten und Mani-Mauern sind immer im Uhrzeigersinn (das Monument zur rechten Seite) zu umgehen.

 

Kleidung

Die Kleidung sollte dem Klima angepasst sein, aber Knie und Schultern sollten bedeckt sein. Das gilt für Männer und Frauen. Frauen sollten darauf achten, nicht zu viel Haut zu zeigen. Die Sonneneinstrahlung im Himalaya kann sehr intensiv sein. So macht es Sinn, lange Hosen und evtl. auch langärmlige Shirts oder Hemden zu tragen.

 

Handeln und Feilschen

Handeln und Feilschen liegt den Nepalis im Blut. Wer auf dem Markt nicht feilscht, wird bei einem Kauf nicht anerkannt. Bei Einheimischen können wir uns über das lokale Preisniveau erkundigen. Speziell an touristischen Orten setzen die Händler den Startpreis auf ein Mehrfaches des realen Wertes an. Das Ganze ist als eine Mischung aus Spiel und Kontakt anzusehen. Aufpassen bei Versprechungen wie 100 % Pure Pashmina, das muss nicht stimmen.

In Restaurants und Lebensmittelläden muss nicht gefeilscht werden, dort gelten die angeschriebenen Preise.

 

Tabak und Alkohol

Alkohol zu trinken ist in Nepal weit verbreitet. Die Dorfbewohner brennen einen Teil ihrer Getreideernte zu Schnaps und lokalem Bier, welches sowohl von Männern wie auch von Frauen getrunken wird. Sogenannte «Wine & Beer Shops» finden sich in ganz Nepal und bieten ein breites Sortiment an alkoholischen Getränken. Auch in Bars, Restaurants und Hotels gibt es alkoholische Getränke. Während der Akklimatisation an die Höhe empfehlen wir, auf alkoholische Getränke möglichst zu verzichten.

Tabak ist weit verbreitet und es rauchen sowohl Männer als auch Frauen.

 

Essen und Trinken

In grösseren Städten und in den Touristenorten gibt es eine vielfältige Auswahl an Restaurants, die nepalesische, indische, chinesische oder europäische Gerichte servieren. Einfache Restaurants sind sehr günstig, in besseren bezahlt man 500 bis 800 Rupien für ein Essen. Buffets in den grösseren Hotels kosten ab 1200 Rupien aufwärts. In den Lodges auf Trekkingtouren sind Essen und Getränke wegen des langen Transportes grundsätzlich eher teuer.

Die nepalesische Küche ist bekannt für ihre vielen Gewürze. Joghurt wird unter anderem auch gebraucht, um die scharf gewürzten Gerichte zu mildern (vergewissern Sie sich aber, dass er frisch ist!). Vegetarische Kost ist überall erhältlich, Speisen mit Fleisch vorwiegend in grösseren Orten.

Alkoholfreie Getränke sind sehr preiswert. Der Chai (Tee mit Milch und viel Zucker) ist das Nationalgetränk und ist so gut wie fast überall erhältlich. Mineralwasser wird an den meisten Orten angeboten. Versichern Sie sich, dass der Verschluss intakt ist. Teilweise werden «wiederaufgefüllte» Flaschen verkauft. Getränke wie Cola, Sprite etc. sind auch weit verbreitet.

Kaffee findet man auch vielerorts – allerdings handelt es sich in den meisten Fällen «nur» um Nescafé. In Kathmandu, Pokhara und an anderen Orten gibt es in der Zwischenzeit aber Coffeeshops mit «richtigem» Kaffee.

Nepal hat viele tropische Früchte. Halten Sie sich aber mit Früchten und Gemüse an die Regel: Cook it, peel it or leave it.

 

Zelt-Trekking

Bei Zelt-Trekkings wird die gesamte Infrastruktur wie Schlaf-, Ess-, Koch- und Toilettenzelte sowie die gesamte Küchenausrüstung mitgetragen. Je nach Region werden auch alle Lebensmittel mitgeführt, da unterwegs teilweise nicht mehr viel zu kaufen ist.

Bei Zelt-Trekkings findet ein Grossteil des Lebens draussen statt. Bei guten Wetterverhältnissen gibt es nicht viel Schöneres als ein gemütliches Frühstück draussen an der Morgensonne oder den Anblick des unendlichen Sternenhimmels in klaren Nächten. Falls aber die Witterung kalt wird oder Niederschläge bringt, dann braucht ein Zelt-Trekking ein gutes Durchhaltevermögen und eine robuste Gesundheit. Wir können uns zwar in unsere Schlafzelte verziehen oder im Esszelt Schutz suchen, aber diese können nicht beheizt werden. In grossen Höhen oder bei kalter Witterung kann es darum kalt werden, es kann im Himalaya auch zu jeder Jahreszeit zu Schneefällen kommen.

Beschrieb eines typischen Trekkingtages: Morgens werden die Reiseteilnehmer mit einem warmen Tee oder Kaffee geweckt und alle bekommen eine Schüssel warmes Wasser für die Morgentoilette. Nach dem Räumen des Zeltes gibt es ein reichhaltiges Frühstück. In der Regel gibt es Toast, Fladenbrot oder «Tibetan Bread», Müesli oder Corn Flakes, Porridge, manchmal Eiergerichte in verschiedenen Variationen. Dazu gibt es Tee, vor allem Chai, Schwarz-, Grün- oder Gewürztee, evtl. einige Kräuter- oder Früchteteebeutel von zu Hause mitbringen. Es hat auch Kaffee (Nescafe) und Milch (in der Regel aus Milchpulver) oder heisse Schokolade.

Nach dem Frühstück laufen wir los. Ein Teil der Mannschaft wird das Lager fertig zusammenräumen und das Gepäck transportfertig machen. Während des Trekkings tragen wir nur unseren Tagesrucksack mit der Wasserflasche, Zusatzkleidern, Snacks, evtl. Lunch, Fotokamera und weiteren persönlichen Gegenständen. Das Hauptgepäck wird von Tragtieren oder Trägern transportiert, die wir aber oft erst am Abend wieder sehen. Gut überlegen, welche Dinge wir für die Tagesetappe benötigen und den Tagesrucksack dementsprechend packen. Unsere Reiseleitung kann uns über die bevorstehende Etappe Auskunft geben. Es macht Sinn, in der Höhe langsam und unser eigenes Tempo zu gehen. Man soll sich nicht zu einem zu hohen Tempo verleiten lassen, falls andere Gruppenmitglieder schneller unterwegs sind. Der Anspruch besteht nicht, dass die Gruppe möglichst kompakt läuft, sondern dass jeder in seinem passenden Tempo geht. Unterwegs wird dann bei Stopps und Pausen wieder aufeinander gewartet.

Das Mittagessen wird teilweise als kalter Lunch mitgenommen, am Morgen bereits vorgekocht und in Thermosbehältern mitgeführt oder am Mittagsplatz direkt frisch gekocht. Dies je nach Etappe und Witterung. Vielfach wird zum Essen eine Suppe serviert. Für die Reiseteilnehmer empfiehlt es sich, für die kleinen Pausen unterwegs selber zusätzlich einige Riegel, Trockenfrüchte, Traubenzucker etc. einzupacken. Für unterwegs haben wir einen Wasserfilter von Katadyn mit dabei und können so unsere Flaschen wieder auffüllen, falls wir an einem Bach oder einer Wasserstelle vorbeikommen und müssen so nicht Unmengen an Wasser mitschleppen.

Je nach Etappenlänge und Marschtempo steht unser Zeltlager bereits, wenn wir ankommen. Je nach Etappe kommt die Mannschaft aber vielleicht auch erst nach uns an und das Lager wird dann aufgestellt. Wir dürfen gerne Hand anlegen beim Aufstellen der Zelte, aber dies ist absolut keine Verpflichtung. Es sind immer genügend einheimische Helfer mit dabei, unsere Reiseteilnehmer sind nicht zum Helfen im Lager eingerechnet. Gerade während den ersten Tagen in grösseren Höhen kann es Sinn machen, sich zu schonen und solche Anstrengungen zu vermeiden. Je nach Zeltplatz hat es einen Bach, Fluss, Quelle oder Brunnen in der Nähe. So haben wir die Gelegenheit, uns und auch unsere Kleider zu waschen. Bitte biologisch abbaubare Waschmittel verwenden. Je nach Ankunftszeit gibt es ein «Zvieri» und wir haben anschliessend Zeit für uns, um ein Buch zu lesen, die Umgebung oder ein Dorf in der Nähe zu erkunden oder dem «Dolce far niente» zu frönen.

Am Abend gibt es eine warme Mahlzeit, welche in der Regel aus mehreren Gerichten besteht. Viele Köche können neben den traditionellen nepalesischen Gerichten auch tibetische, chinesische, indische und westliche Gerichte zubereiten. Wir legen hier Wert auf Abwechslung. Vielfach füllen wir am Abend bereits unsere Trinkflaschen auf. Es hat sich in der Vergangenheit sehr bewährt, Wasserbeutel (Platypus) oder -flaschen mitzunehmen, welche heiss abgefüllt werden können (und wirklich dicht sind!). So können wir diese gleich als Bettflasche im Schlafsack gebrauchen und am nächsten Morgen hat das Wasser eine gute Trinktemperatur.

 

Lodge-Trekking

Bei Lodge-Trekkings übernachten wir in Lodges am Weg. Der Standard der meisten Lodges ist verglichen mit europäischen Unterkünften sehr einfach. In der Regel übernachten wir in 2-Bett-Zimmern. Dies kann aber nicht immer garantiert werden. Je nach dem ist es auch möglich, dass in einem Mehrbettzimmer geschlafen wird. Bei Einzelzimmerbuchung hat man in der Regel ein Einzelzimmer, aber auch dies kann nicht in jedem Fall garantiert werden.

Die Zimmer sind oftmals sehr einfach ausgestattet. Vielfach hat es nicht mehr als einfache Holzbetten mit einer

5 – 10 cm dicken Schaumstoffmatratze, Leintüchern und einem Kissen. Die Schlafräume sind nicht beheizt, je nach Höhenlage und Wetter kann es auch im Zimmer recht kalt werden. So ist ein warmer Schlafsack nötig (Komfortbereich 0/-5 Grad). Die Trennwände sind in der Regel sehr dünn, oftmals nur eine einfache Sperrholzplatte und dementsprechend ringhörig. Deshalb empfehlen wir, Ohropax mitzunehmen. WC ist in der Regel ausserhalb als Gemeinschaftstoilette, selten auch als «attached bathroom».

Im Essraum hat es oftmals eine Heizmöglichkeit. Aber auch hier wird es je nach Höhenlage und Witterung nicht richtig warm und so empfiehlt es sich, warme Bekleidung für die Zeit vor und nach dem Trekking dabei zu haben. In einigen Lodges hat man die Möglichkeit gegen eine Gebühr (CHF 2 – 4) den Akku oder das Handy aufzuladen. Die Kapazitäten sind aber oftmals beschränkt und die Stromversorgung in den Lodges ist nicht immer sehr zuverlässig. Wir empfehlen die Mitnahme von Reserveakkus. In einigen Lodges ist auch bereits Internet oder sogar Wlan verfügbar.

Beschrieb eines typischen Trekkingtages: Wir starten den Tag mit dem Frühstück. Je nach Lage der Lodge ist dieses mehr oder weniger reichhaltig. In der Regel hat es Toast- oder Fladenbrot, Porridge und eventuell Eierspeisen und andere Gerichte. Dazu gibt es Tee, vor allem Chai, Schwarz-, Grün- oder Gewürztee, evtl. einige Kräuter- oder Früchteteebeutel von zu Hause mitbringen. Häufig hat es auch Kaffee (Nescafe) oder Schokolade zur Auswahl.

Nach dem Frühstück laufen wir los. Während des Trekkings tragen wir nur unseren Tagesrucksack mit der Wasserflasche, Zusatzkleidern, Snacks, evtl. Lunch, Fotokamera und weiteren persönlichen Gegenständen. Das Hauptgepäck wird von Tragtieren oder Trägern transportiert, die wir aber oft erst am Abend wieder sehen. Gut überlegen, welche Dinge wir für die Tagesetappe benötigen und den Tagesrucksack dementsprechend packen. Unsere Reiseleitung kann uns über die bevorstehende Etappe Auskunft geben. Es macht Sinn, in der Höhe langsam und unser eigenes Tempo zu laufen. Man soll sich nicht zu einem zu hohen Tempo verleiten lassen, falls andere Gruppenmitglieder schneller unterwegs sind. Der Anspruch ist es nicht, dass die Gruppe möglichst kompakt läuft, sondern dass jeder in seinem passenden Tempo geht. Unterwegs wird dann bei Stopps und Pausen wieder aufeinander gewartet.

Das Mittagessen wird vielfach in einer Lodge am Weg eingenommen. Je nach Etappe wird aber auch ein Lunch mitgenommen. Für die Reiseteilnehmer empfiehlt es sich, für die kleinen Pausen unterwegs selber zusätzlich einige Riegel, Trockenfrüchte, Traubenzucker etc. einzupacken. In etlichen Lodges kann man Schokoladeriegel wie Mars, Snickers etc. nachkaufen. Die Preise werden teurer, je abgelegener die Lodge ist und liegen im Bereich von CHF 1 – 4 pro Riegel. Auch bei Lodge-Trekkings haben wir einen Wasserfilter von Katadyn mit dabei und können so unsere Flaschen wieder auffüllen, falls wir an einem Bach oder einer Wasserstelle vorbeikommen. Es gibt zwar vielfach auch Mineralwasser zu kaufen am Weg, aber der Gebrauch des Wasserfilters kann ein kleiner Beitrag sein, den immer grösser werdenden Berg von Petflaschen zu reduzieren.

Je nach Etappenlänge und Marschtempo kommt unsere Mannschaft vielleicht bereits vor uns am Ziel an, je nach dem aber auch erst nach uns. Anstrengende Etappen fordern auch unserer Mannschaft einiges ab, obwohl diese sehr konditionsstark und berggängig ist.

In einigen Lodges kann man gegen Bezahlung (CHF 2 – 5) eine warme Dusche oder einen Kessel mit warmem Wasser zum Waschen haben. Der Andrang ist häufig recht gross und die Menge an warmem Wasser (teilweise Solar) eher klein. So empfiehlt es sich, gleich nach Ankunft in der Lodge danach zu fragen, falls man sich gründlich waschen möchte.

Am Abend gibt es eine warme Mahlzeit. Dies ist häufig ein Gericht aus Reis (Dhal Bhat), Nudeln oder Kartoffeln. Frisches Obst und Gemüse sind in entlegenen Lodges eher rar. Dazu gibt es Wasser, Tee oder andere warme Getränke. Es hat sich in der Vergangenheit sehr bewährt, Wasserbeutel (Platypus) oder -flaschen mitzunehmen, welche heiss abgefüllt werden können (und wirklich dicht sind!). So können wir diese gleich als Bettflasche im Schlafsack gebrauchen und am nächsten Morgen hat das Wasser eine gute Trinktemperatur.

 

Umwelt

Uns von Himalaya Tours liegt die Umwelt am Herzen. Wir wollen die Umwelt so wenig wie möglich belasten. Der anfallende Abfall auf den Trekkings wird mitgetragen und die Gewässer werden nicht unnötig belastet. Auch als Reisender sollte man seine Verantwortung für die Umwelt wahrnehmen, aktiv mitdenken und die Reise- und Trekkingrouten sauber halten.

Unsere Reisen führen oft in Regionen, die nicht über die bei uns zur Verfügung stehende Infrastruktur verfügen. Daher sehen wir uns hier besonders in der Verantwortung. Die Bergwelt des Himalaya ist einmalig und so soll es auch bleiben.

 

An-/Rückreise

Die Reiseteilnehmer fliegen mit der Gruppe oder individuell nach Kathmandu. Bei Reisen mit Schweizer Reiseleitung wird die Gruppe begleitet, aber eventuell ist der Reiseleiter auch schon in Nepal und die Teilnehmer fliegen ohne Begleitung nach Kathmandu oder zurück. Viele unserer Reiseleiter verbringen gleich einige Monate im Himalaya und so macht es für diese wenig Sinn, x-Mal von der Schweiz nach Nepal und zurück zu fliegen. Bei lokal begleiteten Reisen fliegen die Teilnehmer immer ohne Begleitung nach Nepal und zurück. Unser lokaler Partner empfängt uns am Flughafen in Kathmandu am Ausgang mit einem Schild beschriftet mit Himalaya Tours.

Details zur An- und Rückreise stehen im Reiseprogramm oder in einem separaten Flugprogramm.

 

Elektrizität/Adapter

Die Stromspannung beträgt 230-240 Volt. Die Steckdosen passen in etwa für unsere Stecker mit zwei runden Stiften. Es passt zwar nicht zu 100 %, funktioniert aber im Normalfall. Ein Adapter ist aber grundsätzlich zu empfehlen und muss unbedingt mitgeführt werden bei dreipoligen Steckern. Elektrizität ist in den meisten grösseren Ortschaften vorhanden – allerdings muss man immer wieder mit Stromausfällen rechnen. Dies gilt auch für Kathmandu.

Bei Lodge-Trekkings kann in einigen Lodges gegen eine Gebühr (CHF 2 – 4 oder mehr) der Akku oder das Handy aufgeladen werden. Die Kapazitäten sind aber oftmals beschränkt und die Stromversorgung in den Lodges ist nicht immer sehr zuverlässig respektive abhängig von der Sonne (Solarstrom). Wir empfehlen die Mitnahme von Reserveakkus.

Bei Zelt-Trekkings hat man in der Regel keine Möglichkeit, die Akkus aufzuladen. Durch die Kälte können sich die Akkus schneller entladen als gewohnt, evtl. diese in kalten Nächten in den Schlafsack nehmen. Wir empfehlen unbedingt die Mitnahme von Reserveakkus oder evtl. eines Solarladegerätes.

 

Telefon und Internet

Telefongespräche vom Hotel sind oftmals möglich. Günstiger sind teilweise Gespräche von spezialisierten Telefon-Shops oder via Skype oder ähnlich, welche in etlichen Internetcafes möglich sind. Während dem Trekking haben wir oftmals keine Telefonmöglichkeit. Bitte beachten, dass die Telefonleitungen oft überlastet sind. Mit Schweizer Mobiltelefonen ist in vielen grösseren Orten (aber nicht in ganz Nepal!) ein Roaming möglich, aber in der Regel teuer. Am Flughafen in Kathmandu kann man einfach und unkompliziert eine lokale SIM Karte kaufen, um günstig innerhalb von Nepal zu telefonieren oder auch für internationale Gespräche. In allen grösseren Ortschaften finden sich Internetcafes, wo man Mails abrufen kann. Teilweise ist dies sogar in Lodges während des Trekkings möglich. Etliche Restaurants und Hotels bieten auch Wlan an, gegen eine Gebühr oder sogar gratis.

 

Fotografieren / Video

Wir haben das Privileg zu fotografieren, aber nicht automatisch das Recht dazu! Es gehört sich, zu fotografierende Personen um Erlaubnis zu fragen und ein allfälliges Nein auch zu respektieren. Das Fotografieren von Flughäfen, Brücken und militärischen Einrichtungen ist grundsätzlich verboten. In Klöstern und Tempeln ist das Fotografieren teils erlaubt und teils nicht. Der lokale Führer kann hier Auskunft geben. Bei einigen monumentalen Sehenswürdigkeiten wird eine Gebühr für das Mitnehmen einer Kamera und/oder Videokamera erhoben. Dies kann bis zu 250 Rupien für eine Kamera und bis zu 800 Rupien für eine Videokamera betragen. Zur Zeit ist aber ein Trend zu erkennen, diese Gebühr an vielen Plätzen wieder abzuschaffen. Es macht Sinn, die Fotoausrüstung in einer wasser- und staubdichten Hülle zu verpacken. Das Aufladen der Akkus ist während dem Trekking oftmals nicht möglich. Auf populären Routen kann der Akku evtl. gegen Bezahlung in einer Lodge aufgeladen werden.

 

Trinkgelder

Bei einer Reise mit Schweizer Reiseleitung, wird sich diese um die Trinkgeldverteilung kümmern.

Bei Reisen mit lokaler Reiseleitung geben wir eine Empfehlung für die Trinkgeldverteilung ab.

 

Kleine Geschenke

Süssigkeiten etc. sollten an Kinder eher nicht verteilt werden, besonders nicht wenn sie darum «betteln», um dies nicht noch zu fördern. In den vergangenen Jahren hat es sich aber bewährt, evtl. einige kleine Spiele oder Seifenblasen mitzunehmen und falls möglich, ein bisschen Zeit mit Spielen zu verbringen.

Die einheimische Begleitmannschaft oder lokale Bewohner am Weg freuen sich über kleine Geschenke als Dank für ihr Engagement oder eine Einladung, z.B. Regenjacken, Fleece und andere Trekkingkleider, Taschenmesser, Sonnenbrillen, Stirnlampen, Thermosflaschen etc. Sehr beliebt sind Wander- oder Trekkingschuhe (gebraucht aber gut erhalten). Aber auch Postkarten aus der Schweiz, Fotos der eigenen Familie etc. sind gute Mitbringsel (im Fall einer Einladung o.ä.).

Bei Schulbesuchen und ähnlichem kann es eine gute Idee sein, wenn die Gruppe vor Ort einige Dutzend Schreibstifte, einige Kilo Früchte o.ä. kauft, um dies als Geschenk mitzubringen. Bei vor Ort gekauften Geschenken profitiert auch die lokale Wirtschaft davon. Dies mit dem lokalen Führer besprechen, er kann beim Organisieren behilflich sein.