Wichtig zu Wissen

ehrliche Worte


Ehrliche Worte

Es ist unser Grundsatz, unsere Kunden offen und ehrlich über Reisen und die Situation im Himalaya zu informieren und nicht nur «Schönwetterbilder» im Prospekt zu haben. Reisen im Himalaya sind für alle eine Herausforderung, für die Reiseteilnehmer aber auch für uns als Veranstalter und für unsere lokale Crew, welche die Gruppen begleitet. Der grösste Teil der Reisen verläuft reibungslos und nach Programm, aber aus den nachfolgend erwähnten Gründen kann es zu Anpassungen oder auch Änderungen im Reiseverlauf kommen. 

Vorbereitung für Himalaya-Reisen

Ausgedehnte Wanderungen und Velotouren sind eine ideale Voraussetzung, um eine Trekkingreise im Himalaya in guter körperlicher Verfassung geniessen zu können. Für Kultur- und Wanderreisen sind in der Regel keine speziellen Vorbereitungen nötig.

Anforderungen

Für alle Reisen in den Himalaya sind eine gute körperliche Verfassung, robuste Gesundheit und eine der gewählten Reise entsprechende Kondition nötig. Auch die mentale Einstellung und eine gewisse Unkompliziertheit sind wichtig und die Bereitschaft, sich auf das teilweise sehr einfache Leben hier einzulassen. Wer Luxus, Komfort und «Haute Cuisine» sucht, ist im Himalaya nicht am richtigen Ort.

Sollten Sie nicht sicher sein, ob Sie den konditionellen, technischen und mentalen Anforderungen der geplanten Reise gewachsen sind, dann nehmen Sie unbedingt mit uns Kontakt auf. In der Vergangenheit ist es vorgekommen, dass Reiseteilnehmer erst unterwegs bemerkt haben, dass die gewählte Reise zu anspruchsvoll war. Wir lassen natürlich niemanden «sitzen», aber falls es deswegen zu Programmänderungen und Mehrkosten kommt, müssen diese Kosten vom Reiseteilnehmer getragen werden. 

Gesundheitszustand

Informieren Sie uns unbedingt, falls Sie chronische Erkrankungen oder ein Leiden haben, welche für die Reise von Bedeutung sein könnten. Informieren Sie uns bitte auch, falls Sie regelmässig Medikamente einnehmen. Nicht alle Medikamente sind «höhenverträglich». 

Sollten Sie sich wegen Ihres gesundheitlichen Zustandes oder allfälliger Medikamente nicht sicher sein, dann besprechen Sie dies unbedingt mit Ihrem Arzt und/oder lassen Sie einen Gesundheits-Check machen.

Reisen bei ungünstigen Wetterverhältnissen

Unsere Reisen finden in der Regel zu Jahreszeiten statt, wo die statistische Wahrscheinlichkeit auf gute Wetterbedingungen hoch ist. Seit einigen Jahren gibt es jedoch weltweit zunehmend Klimaverschiebungen mit häufig sehr ungewöhnlichen Wetterlagen, welche weit von den Statistiken abweichen können. Auch in «normalen» Jahren können jederzeit Schlechtwettereinbrüche passieren. Speziell auf Trekkingreisen ist man dem Wetter ausgesetzt. Es könnte auch mal tageweise regnen, schneien, kalt sein und so weiter. 

Ungünstige Wetterverhältnisse können auch dazu führen, dass Etappen oder ganze Routen geändert werden müssen, weil z. B. die Pässe blockiert sind, Flüsse nicht durchquert werden können, Wege unpassierbar sind und vieles mehr. Gerade in den letzten Jahren kam es teils zu ungewöhnlichen Schneefällen in der Hochsaison und einige Pässe und Routen waren anschliessend für eine gewisse Zeit nicht begehbar. Auch können je nach Gebiet die Wege bei Regen schnell mal schlammig werden, was das Weiterkommen sehr erschweren kann. Speziell im Sommer und in Westtibet kann es zu blockierten Strassen und Wegen kommen wegen Überschwemmungen, Erdrutschen und ähnlichem.

In solchen Fällen werden wir das Reiseprogramm im Rahmen des Verantwortbaren durchführen oder machen eine Programmänderung, falls dies nötig sein sollte. Die Sicherheit der Gruppe und Mannschaft hat immer erste Priorität.

Bereiten Sie sich mental und von der Ausrüstungsseite her auf solche Situationen vor. Eine Lösung gibt es immer, aber nicht immer läuft alles nach Programm.

Öffnungszeiten, Ferien, Klosterfeste, Gebetszeremonien etc.

Auf unseren Reisen besuchen wir Sehenswürdigkeiten, welche teils reguläre Öffnungszeiten haben. Es kann vorkommen, dass diese ohne Ankündigung ändern oder auch mal eine Sehenswürdigkeit kurzfristig geschlossen ist. Falls möglich, probieren wir da eine Alternative zu finden.

Auch Ferien werden teils erst kurzfristig festgelegt oder verschoben und so kann es passieren, dass gewisse Orte wie Handwerksstätten, Schulen etc. geschlossen sein können. Ebenso kann dies bei Gebetszeremonien vorkommen.

Die Termine für Klosterfeste werden in der Regel nach dem buddhistischen Kalender (Mondkalender) festgelegt. Wir erhalten diese Daten jeweils von der zuständigen, offiziellen Stelle im Voraus. Es kann vorkommen, dass diese kurzfristig geändert werden und ein geplanter Klosterfestbesuch darum nicht stattfinden kann. 

Inlandflüge

Speziell die Flüge von/nach Tibet gehören zu den schönsten Flügen überhaupt. Inlandflüge in China und Tibet können aus verschiedenen Gründen ausfallen und auch Verspätungen sind leider üblich. Wir versuchen, in einem solchen Fall die beste Lösung zu finden und das Programm dementsprechend anzupassen.

Strassenverkehr

Das Verkehrsaufkommen ist um Lhasa herum eher hoch und in entlegenen Regionen klein und sehr klein. An den tibetischen und chinesischen Verkehr muss man sich gewöhnen, Befolgung von Verkehrsregeln, Überholmanöver etc. werden deutlich anders gehandhabt als in der Schweiz. Viele Strassen wurden in den letzten Jahren zu «Highways» ausgebaut und sind erstaunlich gut. Sehr gewöhnungsbedürftig sind die Geschwindigkeitsbeschränkungen auf teils 30 km/h oder weniger auf Strecken, wo problemlos 80 km/h gefahren werden könnte. Die Kontrolle der Geschwindigkeit wird an den Checkposts auf der Strecke gemacht und Fahrer, welche schneller als die 30 km/h fahren (und dies sind alle), müssen dann vor dem nächsten Checkpost warten, um diesen nicht «zu früh» zu passieren. Die Geschwindigkeit wird nicht mit Radarmessungen, sondern mit den Durchfahrtzeiten bei den verschiedenen Checkposts kontrolliert.

Strassen in entlegene Regionen sind teils in schlechtem Zustand und sehr kurvenreich. Hier kommt man nur langsam voran, das Durchschnittstempo liegt vielfach zwischen 10 und 20 km/h. Die Fahrten in Tibet sind vielfach spannend, können aber je nach Länge auch anstrengend sein. Einige Bergstrecken sind nichts für «schwache Nerven». 

Sollte Ihnen das Tempo zu schnell sein, dann teilen Sie dies unbedingt Ihrem Chauffeur resp. dem Fahrer mit. Die Einheimischen haben da in der Regel eine höhere Toleranz als wir. Sollten einzelne Stellen (z.B. nach einem Erdrutsch) prekär sein, dann macht es unter Umständen Sinn, diese Strecke zu Fuss zurückzulegen.

Fahrzeuge

Bei grösseren Gruppen werden in Tibet in der Regel Busse für den Transport eingesetzt, bei kleineren Gruppen Fahrzeuge im Stil eines Minibusses oder eines anderen Fahrzeugs.

Der Standard der Fahrzeuge kann nicht mit unseren Fahrzeugen in Europa verglichen werden. Einerseits wird für den asiatischen Markt qualitativ günstiger produziert und andererseits «altern» die Fahrzeuge auf den teils sehr schlechten Strassen schnell und ein zwei-, dreijähriges Fahrzeug kann bereits «alt» aussehen. 

Es kann unterwegs zu Pannen kommen. Ein Grossteil der Chauffeure sind nicht nur gute Fahrer, sondern auch gute Mechaniker und viele Pannen werden in kurzer Zeit behoben. Bei grösseren Pannen kann es aber auch mal länger dauern, bis die Reise fortgesetzt werden kann.

Wir sind bestrebt, möglichst gute Fahrzeuge zu mieten. Je nach Region im Himalaya gibt es aber keinen freien Markt, sondern marktbeherrschende Firmen oder Unionen, welche die Fahrzeuge in einer von ihnen bestimmten Reihenfolge herausgeben. So sind dort die Wahlmöglichkeiten eher eingeschränkt. 

Falls Sie mit einem Fahrzeug nicht zufrieden sind, dann besprechen Sie dies umgehend mit dem lokalen Führer oder unserem lokalen Partner. Falls möglich, werden diese versuchen Abhilfe zu schaffen. 

Unser Anliegen an Sie

Viele Dinge sind in Tibet gänzlich anders als bei uns in der Schweiz. Dies macht den Reiz einer Himalayareise aus, macht es für uns als Reiseveranstalter jedoch nicht immer ganz einfach. Vorstellungen von Pünktlichkeit, Organisation, Detailpflege etc. aber auch die oftmals schwierigen Kommunikationswege, schlechten Strassenzustände etc. entsprechen in den Himalayaregionen nicht unseren Schweizer Verhältnissen. Wir von Himalaya Tours legen enorm viel Arbeit in die Organisation unserer Reisen, um Ihnen einen reibungslosen Reiseablauf zu ermöglichen. Wir verbringen jedes Jahr selbst viele Monate in allen Himalayaregionen, wo wir neue Routen erkunden, Hotels und Gasthäuser besuchen, Schulungen an unsere lokalen Mannschaften erteilen und vieles mehr. Zudem arbeiten wir seit Jahren mit sorgfältig ausgewählten, lokalen und sehr professionellen Partnern vor Ort zusammen.

Aber trotzdem sind auch wir nicht davor gefeit, dass es unterwegs mal zu Pannen kommen kann. Flüge können sich verspäten oder abgesagt werden, Schnee oder andere klimatische Ereignisse können ein Weiterkommen erschweren oder verunmöglichen, Fahrzeuge können eine technische Panne erleiden, Yaks oder Trekkingpferde können mal verspätet ankommen und vieles mehr. Wir hoffen auf Ihr Verständnis bei solchen ungeplanten Ereignissen. Eine Reise im Himalaya erfordert oftmals Geduld und mit Humor nimmt sich alles leichter. Sie können sich aber sicher sein, dass wir alles daran setzen, die für unsere Reiseteilnehmer beste Lösung in solchen Situationen zu finden.

Sollten Sie während einer Reise das Gefühl haben, dass nicht alles zufriedenstellend verläuft, dann machen Sie nicht «die Faust im Sack», sondern besprechen Sie dies direkt mit Ihrer Schweizer oder lokalen Reiseleitung. Viele Dinge lassen sich einfach und unkompliziert vor Ort lösen.

Sollten Sie für die Reise «Spezialwünsche» oder Anliegen haben, dann melden Sie sich doch einfach bei uns. Wir werden versuchen, auch das «Unmögliche» möglich zu machen.